Sonntag, 9. März 2008
Nächtlicher Spaziergang
Ich starte mein Vorhaben, bei Nacht das Berner Längasse-Quartier zu durchwandern um 0:45 Uhr in der Innenstadt. Im Rock & Eat herrscht ausgelassene Stimmung, einzelne Gestalten und Pärchen treten lachend oder still hinaus, verschwinden in irgend eine Richtung oder steigen in ein wartendes Taxi. Ich gehe die Schanzenbrücke hoch, neben mir raschelt das Gebüsch und wie ich hinschaue, gewahre ich einen dünnen Mann mit einer Wollmütze, der anscheinend im Gebüsch oberhalb der Bushaltestelle etwas (irgendetwas) sucht.
Ich passiere die Welle, auf der einsam ein Nachtwächter seine Schicht abhält. Sonst sehe ich keine Leute. Ein kurzer roter Bus braust die Schanzenbrücke hoch in einem Tempo, das am Tag wohl kaum zulässig wäre, hinunter fährt zur gleichen Zeit ein Fahrrad. Der Fahrtwind des Busses wirbelt mitten auf der Strasse einen Papiersack in die Luft und eine Plastikhülle, wahrscheinlich von einem Fertig-Sandwich. Ein Streifenwagen fährt hoch, ich meine, er verlangsamt, als die Polizisten mich auf dem Trottoir stehend etwas Notieren sehen. Am Obergericht vorbei gelange ich auf den Falkenplatz und betrachte das Boot vor dem griechischen Restaurant. Aus dem Keller dringt dumpfe elektronische Musik empor, zuerst glaube ich, im Plaza liefe die Musik, aber tatsächlich ist alles dunkel. Eine Katze blickt mit leuchtenden Augen um die Ecke, als ich vergeblich versuche durch das am Boden befestigte Gitter etwas zu erkennen. Ohne mehr über die Musik herausgefunden zu haben, gehe ich weiter auf dem Trottoir.
Etwa im Abstand von zwei oder drei Minuten fahren gelbe Postlastwagen durch das Quartier. Vor dem „Parterre“ stehen zwei diskutierende Männer. Die letzten Gäste verlassen die Eckbar und zwei Gestalten stehen im düsteren Licht hinter der Bar und räumen auf. Ich folge der Länggassstrasse. Die Lichtsignale blinken orange, drei Fahrräder mit Dynamo surren auf der anderen Strassenseite stadtwärts. Plötzlich scheinen einige Lichter auszugehen. Dunkler ist es nun, aber nicht auf der Länggassstasse, auf den Nebenstrassen brennt nur noch jede 2. Laterne. Ich biege in den (verglichen mit der Länggasstrasse) stockdunklen Sennweg. Ich höre meine Schritte auf dem Rollsplitt knirschen und durch den gassenähnlichen Weg hallen, kann meine Notizen nicht mehr lesen. Ein oder zwei Fenster leuchten dunkelgelb. Unheimliches Surren von Lüftungen liegt in der Luft, vorne biegen zwei schwarze Gestalten in den Weg ein, wir passieren uns wortlos.
Es folgt eine Kreuzung, ich gehe nach links. Vermehrt liegen nun Tannen auf den Trottoirs: Solche die grün geblieben sind, andere von denen nur noch das Gerippe zusammengeschnürt am Boden liegt. In einer undefinierbaren Ferne ertönt ein orientalisches Pfeifen. Es wird wieder heller, ich nähere mich der Mittelstrasse. An der Tankstelle singt ein junger Autofahrer „House of the Rising Sun“. Ich gehe hin, doch er fährt gerade weg, dann lasse ich mir einen Kaffee aus dem Automaten und fürchte, dass die Kaffeemühle das ganze Quartier aufweckt. Mit dem Plastikbecher in der Hand marschiere ich an der Migros vorbei. Licht dringt durch die Ritzen des Lagereinganges. Ob da wohl Rund um die Uhr gearbeitet wird? Die Zähringerstrasse ist in dunkles Orange der grossen Leuchtbuchstaben eingetaucht.
Im Schaufenster des Trödlergeschäfts leuchtet eine Neonröhre auf die Tische vor dem Geschäft. Allerlei Plunder liegt auf: Zerlesene Bestseller in der selben Kiste wie Frisch, Ratgeber und Bildbände, daneben steht eine Kutsche, Bücherregale und so weiter. Hier ist tatsächlich alles Rund um die Uhr erhältlich, die Kasse hängt an der Mauer neben den Eingangstüren. Heute sagt mir nichts zu, ich ziehe weiter Richtung Hochfeldstrasse. Auf mehreren Balkonen brennen Kerzen. Ein dumpfes Rauschen hängt in der Luft: die Autobahn. Absätze klappern über den Asphalt in meine Richtung. Über dem schwarzen „Türmli“-Schulhaus, das ich vom Zähringerhang nur erahne, prangt Orion. Die Häuser zu Seiten des Hanges mimen im Gegenlicht ein Burg, und auch nur von unten. Kahle, knorrige Bäume fallen im fahlen Licht plötzlich auf, nehmen ein Gesicht an, wenn auch nur für die Nacht. Auf der düsteren Hochfeldstrasse gehe ich an den Schulhäusern vorbei, an jenen schwarzen Blöcken. Mein Schatten zieht sich mitten auf der Strasse in die Länge und verblasst allmählich, nur um sich sogleich von hinten wieder anzuschleichen. Ausser mir sind keine Nachtschwärmer unterwegs. Bisweilen ist es ein wenig unheimlich, zugegeben.
In einem Senkloch fliesst ein Bächlein. Noch vermisse ich mein Lieblingsgestirn, den Mond. (Ich sollte dann erfahren, dass beinahe Neumond war). Die Glocken schlagen 1:45 Uhr. Eine Polizei- oder Ambulanzsirene setzt in der Ferne ein, dann wieder aus, dann wieder ein, sie nähert sich und entfernt sich dann wieder, plötzlich sind es mehrere Sirenen, die noch etwa zwei Minuten zu vernehmen sind und schliesslich zu schweigen scheinen. Fast ein bisschen grossstädtisch anmutend, denke ich, verwerfe den Gedanken aber, wie ich in der Waldheimstrasse gehe.
Als Kirchturm deute ich einen schwarzen, in die Höhe ragenden Schatten. Mein Blick wird aber abgelenkt von einer rot und orange flackernden Lichterkette beim Pizzarestaurant an der Freiestrasse. Wie ich mich nähere, stelle ich fest, dass die Lämpchen noch mehr Farben auf Lager haben: blau, grün, gelb. Die Tanne, an der die Lichter blinken, geht im Spektakel unter.
Gegenüber des Glascontainers schaue ich in ein karg eingerichtetes Wohnzimmer, in dem sich zwei kreideweisse Personen zu unterhalten scheinen. Dann dröhnen mir zehn Glockenschläge entgegen: es ist zwei Uhr. Ein ungeheures Surren geht aus vom chemischen Institut, im TKI blinken sonderbare grüne LEDs durch die dunklen Scheiben.
In der Mitte des Bühlplatzkreisels drehe ich mich mehrmals um die eigene Achse. Ein Pärchen, er lenkt und sie sitzt hinten, den Kopf an seinen Rücken gelehnt, fährt auf einem Velo an mir vorbei.
Die Laternen verleihen der Erlachstrasse einen grünlichen Schimmer. Ein eisiger Wind weht mir entgegen, vor Kälte fällt mir mein Stift zu Boden. Um 2:15 stehe ich vor dem Falkenplatz unter der Uhr. Aus dem Parterre starren mich zwei Gestalten an. Ein Velofahrer radelt vorbei. Ein zweiter ruft ihm zu, ob er gefunden habe? Ich überquere die Länggassstrasse, Am Stadtplan klebt ein Plakat mit einer pixeligen Foto, die einen Mann mit Schnurrbart darstellt. Darunter geschrieben, in klobigen Buchstaben: DJ Peter Bieri. Die Musik unten im Plaza ist verstummt. Ob da ein Bezug besteht zu diesem DJ, bezweifle ich. Die Schanzenstrasse gehe ich vor Kälte im Laufschritt hinunter.
Donnerstag, 31. Januar 2008
Casablanca - deuxième partie
Casablanca - deuxième partie
Tôt le matin je me réveille et je me perds dans les ruelles vides de la médine. Un coiffeur qui a déjà ouvert son magasin, me dit d’une distance de 20 mètres « Sabah al-khair ». Le ruelles, mouillées, récemment nettoyées brillent dans le soleil levant. Les premières propriétaires lèvent les stores pour leurs bijouteries ou magasins de chaussures. Le quartier est peu touristique, contrairement à d’autres quartiers, où les vendeurs me suivent on m’offrant leur marchandise.
Puis j’arrive à un grand boulevard, au milieu il y a un grand trottoir avec des palmiers qui montent vingt mètres dans le ciel ; frangés par des buissons. La circulation enfle, les taxis, voitures, motos et les autobus remplissent l’air avec leur bruit de moteur, les klaxons et les gaz d’échappement se mêlent avec l’air frais matinal.
Je suis le boulevard dans la direction où je crois que se trouve la grande mosquée Hassan II. Sans doute, Casablanca est une métropole avec toutes les caractéristiques...Les quartiers nobles, moyenne classe et les bidonvilles infinies. La médine avec ses ruelles labyrinthiques et sombres qui contrastent avec les boulevards, à l’européenne, comme à Barcelone, les grattes-ciels, des Cafés, grandes surfaces. Ses habitants, les ouvriers du port, les marins dans leurs habilles sales, au comportement dur, les mendiants assis sur le trottoirs, les gens mondains, hommes et femmes, avec leurs lunettes de soleils et sacs à main de marque qui croisent les gens dans leurs jellabbas, les vielles femmes qui portent le niqab traditionnel marocain. Je croise un parc où deux alcooliques, assis sur un banc me crient : « Viens, assis toi chez nous ! »
Mais l’origine de l’interdiction pour les non –musulmans d’entrer une mosquée a pourtant une origine assez étonnante : c’était un gouverneur français lors de la colonisation (« protectorat ») qui a promulgué cette loi, car un grand nombre de Français ont converti à l’Islam, et ainsi le gouverneur voulait mettre fin à ce phénomène.
Die sogenannte Apostase ist im Islam ein schweres Vergehen, das eine Bestrafung nach sich zieht. In Ländern wie Saudi-Arabien, wo die strenge wahabitische Lehre des Islams gefolgt wird, würde dieser Akt mit dem Tode bestraft werden.
Was Abd al-Haq betrifft, so hat ihn seine Familie fallen gelassen, in seinem Quartier wird er oft auf der Strasse beschimpft. Seine Arbeit als Bastler ermöglicht ihm, über die Runden zu kommen, und seine Einzimmerwohnung in der Nähe des Meeren, in einem Mittelstandsquartier zu bezahlen.
« - Vous n’avez pas le droit de toucher le Coran !
- Pourquoi pas ?
- On doit faire les ablutions avant de le toucher.
- Premièrement, j’ai des mains propres (c’est d’ailleurs un verset du Coran qui dit que l’on doit avoir des mains propres, et non pas avoir fait des ablutions que les musulmans font avant la prière). Et deuxièmement, vas-y, regarde à n’importe quelle université, même ici à Casablanca, il y a des non-musulmans qui lisent le Coran, par intérêt. Personne ne leurs interdit cela. Et si moi je lis dans le Coran, c’est également par intérêt, et non pas un acte contre l’Islam.
- Et quand même, vous ne respectez pas notre tradition. Lisez le en français, il y a des traductions. Mais en arabe, il est saint.
- Mais, est-ce que tu es d’accord avec la majorité des musulmans qui disent que le vrai sens du Coran ne peut être compris qu’en arabe ?
- Oui
- Et alors, comment peux je connaître le pur sens, si d’après toi, je n’ai même pas le droit d’essayer de le comprendre ?
- Même dans cent ans tu n’arriveras pas au niveau nécessaire pour le comprendre !
- Ecoute, jamais un musulman ne m’avait insulté avant parce que j’ai montré un intérêt à sa religion. On arrête la discussion ici. »
Mais en effet le problème est l’éducation des gens.
« Vous, en Suisse, vous avez comme ressources naturelles rien que l’agriculture, moins que le Maroc qui a encore des phosphates. Et pourtant vous avez investit dans la formation des gens. Ici, au Maroc, personne n’investit au développement social. Ce sont les couches supérieures qui profitent d’une bonne éducation, mais la grande masse n’a pas de formation. »
Les gouvernements peuvent donc interdire les partis d’opposition, plus où moins subversivement, mais pas empêcher les gens de se rencontrer dans les mosquées. C’est ainsi que la seule opposition dans tous les pays arabes sont les islamistes qui ont les meilleures conditions pour s’organiser. Dans leur lutte contre les islamistes (titre d’un magazine français : Roi Mohammed VI et l’Islam contre les Islamistes) les régimes collaborent avec les états de l’occident, qui, de sa part, dans son ignorance concernant les arabes et les musulmans. En soutenant alors les régimes arabes, soit il le roi marocain ou Mubarak en Egypte, avec la prémisse qui dit que c’est mieux d’y avoir une dictature que de donner la moindre liberté aux Islamistes, l’occident n’empêche pas seulement le développement des vrais démocraties, mais se trouve, pas exclusivement, mais décidément, à la racine du phénomène islamisme, d’où ressort de sa part les attentats non pas motivés politiquement, mais religieusement. Ce qui n’était pas le cas il y a 20 ou même 15 ans.
Et si M. Bush se rend à Jérusalem pour déclarer qu’Israël n’aura pas d’avenir si ce n’était pas sous forme d’un état juif, alors qu’il demande de Mahmoud Abbas de s’opposer avec toute force contre le Hamas (qui se réjouit de la plupart des Palestiniens, même dans les élections), il se ridiculise en faisant preuve de ses deux poids et deux mesures.
Sonntag, 27. Januar 2008

Casablanca - première partie
Le train arrive comme prévu à 19h à la station Casablanca voyageurs. Il fait nuit. A la sortie de la gare m’adresse une personne sombre la parole : « Taxi ? ». Je dis, non, non, merci. Devant la gare attendent les petits taxis, je me dis que sais comment fonctionnent les taxis. D’après la loi les chauffeurs doivent toujours démarrer le compteur, une taxe de base initiale de 1-2 Dirham sera chargée. Ce qui est différent par rapport au taxis européens est que n’importe où sur la route, le chauffeur peut charger, s’il y a encore de la place, d’autres personnes dans le taxi, cela pour augmenter son revenu modeste, car les gens ultérieurement montés, payent ce que le compteur affiche à partir du moment où ils sont montés.
A la station des taxis, deux chauffeurs crient vers moi « Taxi », ils se disputent de moi, finalement je me dirige vers celui dont la voiture prend la première place dans la queue.
« -Vous allez où ?
- Place Al-Bidaoui
- Ah, l’auberge de jeunesse. C’est 30 Dirham
- Monsieur, je vous prie de mettre le compteur.
- Ah non, 30 Dirham, c’est un bon prix.
- On va mettre le compteur.
- Ah non, 30 Dirham, c’est un bon prix, d’ailleurs, c’est la nuit, nous ne roulons pas avec le compteur.
- Monsieur, j’habite depuis un moi au Maroc, et la première chose que j’ai apprise c’est le fonctionnement des taxis. Je prendrai alors un autre taxi
- Si vous voulez prendre un autre taxi, allez avec mon ami, il y a déjà des gens dedans, vous payerez la moitié, 15 Dirhams. »
Je regarde dans l’autre taxi où deux autres backpackers attendent déjà. « Non, merci », je me dirige vers le carrefour en pensant, peut-être que ça sera difficile de trouver un taxi. Mais la vague des petites Fiat Uno rouges dans les rues me rassure.
J’ai payé 8 Dirhams, et j’ai eu une bonne discussion avec le chauffeur.
Mon stylo ne marche plus, en écrivant ces lignes, je me trouve dans un café à Fes. Trois petits garçons d’environs huit ans circulent entre les tables sur le trottoir et proposent dans leurs boites de cartons, soigneusement arrangés, des briquets, des paquets de mouchoirs, des mots croisières et des sudoku imprimés sur des feuilles. Je fais venir un garçon et je lui demande s’il a des stylos. Non, dit il avec déception. Deux minutes plus tard il arrive avec un stylo rouge, occasion. J’essaie s’il écrit. Et je lui donne trois Dirhams. Il me remercie avec un grand sourire.
Freitag, 25. Januar 2008

Schnee
Die Nationalstrasse nach Ifrane führt über ein verschneites Hochplateau. Über ein Meter Schnee sei vor einer Woche noch auf der roten Erde gelegen sein, die sich nun in der milden Luft und bei Sonnenschein durch die Schneeschicht frisst.
In der kargen Landschaft stehen vereinzelt Männer mit Schnurrbärten in traditionellen braunen Qaftanen, ihre Tätigkeit wird erst bei genauerem Hinsehen ersichtlich. Die Ebenen schlucken ihre Schafherden.
Vor Ifrane windet sich die Strasse einige Male, ehe aus den Tannenwipfeln die hohen, mit Ziegeldächern gegiebelten Gebäude heraus wachsen. Die Fakultät der arabischen Burgeoisie, gegründet und gestiftet vom verstorbenen Saudischen König Fahd. Ein Stoppschild heisst uns anzuhalten, nach kurzer Musterung winken uns die Polizisten von der Einfahrtskontrolle vorbei. Die Abzweigung zum Campus wird von grüngekleideten, mit Maschinengewehren bewaffneten Soldaten bewacht. Weiter hinten sieht man die Strasse sich zum Campus emporschlängeln, die Anweisungen auf den Gebotsschildern sind eindeutig: Tempo 20 und Hupen verboten (die Hupe, die sonst anstelle der Bremse verwendet wird...).
Ifrane liegt auf ca. 1700 M.ü.M. im Mittelatlas, das Lieblingsausflugsziel aller Bevölkerungsschichten, in der Gegend und trotzdem fällt sofort auf, dass hier des Königs grosse Aufmerksamkeit gilt. In seinen gut abgeschirmten Palast verbringt er in angenehmer milder Luft den Sommer, holt Staatsmänner von höchster Brisanz hierher (Shimon Perez) und legt grossen Wert auf das Erscheinungsbild der Stadt. Man könnte sich gerade so gut in einem schweizer, oder deutschen Villenvorort befinden. Rote Giebeldächer, Gartenzäune, gepflegte Parkanlagen, immense Schilder die zweisprachig auffordern: „Helft mit, die Stadt sauber zu halten!“.
Wir fahren auf der Hauptstrasse durch die Stadt, auf der rechten Seite reihen sich die Villen, Zweit-, oder Drittwohnungen, während auf der linken Seiten auf einem Hügel aus dem Zedernwald der Königspalast herausragt. Ein hoher Zaun, bewacht von Militärs deutet bereits darauf hin, dass es sich um keinen öffentlichen Raum handelt. ( Ahmed, ein Freund von mir in Fes, fürchtet sich sogar, als auf einer Dachterasse in der Feser Altstadt standen, in Richtung Mauern des Königpalastes zu schauen, da dies ebenso verboten ist, wie über den König zu sprechen.)
Wir verlassen die Stadt und die Strasse beginnt zu steigen. Sofort bildet sich Stau, gleich mehrere Lastwagen, wohl noch aus den siebziger Jahren bekunden mit schwarzen Russwolken ihre Mühe den Berg zu beklimmen. Ein Fahrer hinter uns ergreift die initiative und beginnt mit einem Überholmanöver. Erst als das Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn lichthupend bedrohlich nahe kommt, schwingt er sich zurück in die Kolonne. Das Spektakel wiederholt sich unzählige Male und am Abend wird in den Nachrichten von einem Unfall auf der selben Strecke berichtet, ein Sammeltaxi ist frontal mit einem PW zusammengekracht, über ein Duzend Menschen verloren ihr Leben dabei.
Wir parken den Wagen vor einem Bergrestaurant, folgen einem Fussweg, der uns durch einen Wald zu einem Skigebiet führt. Die verschneite Talmulde, der Duft der klaren Luft, die den Hauch der umliegenden Tannen trägt, lassen mich immer wieder nach der rotten Flagge mit dem grünen fünfzackigen Stern suchen.
In der Menge tummeln sich Männer, die ihre aus Paletten und alten Skiern gebastelten Schlitten für 10 Dirham die halbe Stunde vermieten, reiche Libanesen in gemieteten Offroadern, Diplomaten aus Rabat, einfache Leute, doch die meisten bewegen sich mit einer gewissen Unbeholfenheit im Schnee. Allen ist eine grosse Freude über den Schnee gemein.
Erfahrungen auf arabisch
« Kas d’athai », sage ich dem Kellner im Strassencafé. „Avec la menthe?“ antwortet er in bestem Französisch. Noch bevor ich gefragt werde, ob ich Franzose sei, werde ich konsequent auf französisch angesprochen. Mittlerweile sage ich z.B. im Taxi, ich spreche nur arabisch und deutsch. So werden mir meine Arabischkenntisse Nutzen erweisen.
Doch nicht alle Leute sind zweisprachig. Viele sind Analphabeten und sprechen nur Dialekt, nicht einmal Hocharabisch, das einzige französische Wort, das der Masseur im Hammam kennt ist: „Savon?“, oder ein Taxifahrer : „Ici, bien?“.
Auch wenn ich noch nicht ich sehr fliessend sprechen kann, so verstehe ich den grössten Teil im Kontext, und ein Gespräch über die Herkunft, Beruf und Familie gelingt mir meistens. Die Freude und die Geduld im Gespräch sind gross, es ist selten, dass Ausländer sich die Mühe geben, arabisch zu sprechen.
Dienstag, 15. Januar 2008
Mon réveille sonne à 7h30, a cette heure là, toute la maison est déjà debout. Les deux filles doivent se rendre à l'école, R. et L., les parents travaillent. Le froid (un peu plus de 10 degrés) ne me motive pas de sortir de mon château de plusieurs couvertures, alors je reste au lit jusqu'à 9h environs. Je me trouve à l'étage supérieur où tout le monde dort, en bas, il y la cuisine, la salle à manger et le grand salon qui est utilisé seulement lors des grandes fêtes. Je mets mes habits, et bien sur mon manteau pour descendre et manger le petit déjeuner que T., la petit bonne m'a préparé en l’ entre-temp. Soigneusement elle a mis des boules de beurre sur une assiette, la confiture étalée sur une autre, et sur un tableau en argent attend le thé chaud sucré. Dans l'un des deux corbeilles il y a du pain plat que l'on peut diviser en quarts, dans l'autre corbeille sont les pâtisseries sucrés. Pour rompre l'image cliché du petit déjeuner, il y a la troisième petite assiette avec les fromages la vache qui rit.
Le temps court, 9h40, il faut prendre une décision: soit je me prends mon temps pour terminer le petit déjeuner et je serais obligé de me déplacer en petit taxi (taxi saghira) ou je me dépêche pour marcher au centre américain.
Je dis "bslaama" a la bonne, qui comprend à part du dialecte qu'un petit peut l'arabe classique. Derriere moi, elle serre la porte.
Le centre Américain est hébergé dans une grande villa au centre ville, entourée d'un grand jardin avec des arbres (de citrons et oranges) qui portent les fruits. Depuis la distance, on dirait qu'il s'agit d'un ambassade. Devant la maison il y a des signes qui interdisent de garer les voitures et une barrière sur le trottoir renforce physiquement cette interdiction. A la porte d'entrée attendent au moins trois gardes, aujourd'hui il y avait même deux policiers et des soldats de l'armée.
"Pour nous protéger de l'ennemie? demande une étudiante à un enseignant d'arabe - oui, répond cela - mais de quelle ennemie? demande-elle - je ne sais pas, réponde-t-il."
Après les 4 heures de l'enseignement, je me suis rendu en médine pour visiter la bibliothèque des Qarawine. Je prends en taxi et je lui explique en arabe où j'aimerais aller. Les chauffeurs de taxi ne parlent pas souvent le français, alors j'adresse la parole automatiquement en arabe: "afak, namchi l maktaba alqarawine f il médina l qadima" et voilà il le comprend.
J'entre la médine par l'un des grands portails et en le traversant j'entre un Labyrinthe vaste qui contient plus de 30 quartiers. Il faut faut bien suivre les coins que l'on connaît déjà si non, on est susceptible de se perdre pendant des heures. A peine entré en médine, il y a un garçon au visage cicatricé qui me suis et me dit : "Bonjours, suivez moi, le centre de la médine se trouve ici (il montre quelque part où je suis absolument sur que ce n'est pas le centre ville). - je dis non, non - il continue: vous êtes français? Non - anglais? Non,non. Finalement je lui dis: "Askunu wa adrusu fii Fez, thumma arifu kulla l-médina (j'habite et j'étudie à Fez, alors je connais toute la ville!)" Là il se donne impressionné et me dit "soyez le bienvenu" avant qu'il disparaisse complètement, d'une seconde à l'autre, dans la foule.
J'entre par la porte de la bibliothèque et je pourrais complètement oublier le labyrinthe, la foule, les marchés, les ouvriers. L'oeil dans l'ouragan. Je monte une escalier vers la salle de lecture, je salue poliment les deux hommes qui veillent la porte, je traverse la haute salle de lecture vers une porte. J'entre dans une bibliothèque dont les livres ont l'air si fragile de mieux faire de ne pas les toucher. C'est là ou l'un des deus hommes m'adresse la parole : "Monsieur, s'il vous plait. Ce n'est pas un lieu publique". Dehors il commence à m'interroger, je lui explique je ne suis pas un touriste, mais à la recherche des manuscrits de Ibn Khaldoun, qui a passé "son age d'or" à Fez (selon Ali, le guide que j'avais l'autre jour avec une excursion de classe), bien sur qu'il a trouvé sa dernière silence au Caire... :-). Maintenant commence une discussion marocaine :
- Je suis étudiant en islamologie et j’aimerais bien voir les manuscrits d’Ibn Khaldou et un ami (Ali) m’a dit qu’ils sont accessibles pour tout le monde
- Ce n’est pas un lieu publique
- J’ai une carte d’étudiant
- Votre ami il est enseignant ? Vous avez une déclaration de sa part ?
- Non , il m’a dit que je peux facilement accéder avec ma carte d’étudiant . Je vous la montre ?
- C’est pas la peine, vous faites les études à l’université de Fez ?
- Non, je suis ici pour suivre un cours de la langue , mais pour mes études à Genève j’aimerais saisir l’occasion de voir les manuscrits d’Ibn Khaldoun
- Etes vous adhérents à l’Islam ?
- Non, je suis chrétien , mais j’ai cru qu’avec ma carte d’étudiant je peux accéder à la bibliothèque .
- C’est un lieu de respect , pas tout le monde peut y entrer.
- Je vous montre ma carte d’étudiant , si cela vous rassure.
- D’accord. Je vais aller demander si c’est possible que vous entriez
- Qu’est-ce que vous pensez, ça prendra combien de temps ?
- Pas longtemps, tu peux t’asseoir ici.
Après cinq minutes il revient et il me dit : Alors, il est possible que vous faites des recherches, la il y a les fiches.
Ecrits par main , les fiches ont vécu beaucoup d’années . Je note deux œuvres d’Ibn Khaldoun, et comme il voit mon écriture il me dit : « Ah, vous savez bien lire et écrire l’arabe » Après une autre discussion pareille il me propose d’aller chercher l’un des deux livres. Une femme voilée, vêtue toute en rose, peut-être d'origine sénégalaise vient vers le fiches, mais recule quant elle voit que je cherche dans le casier de la sociologie. Je crois qu'elle aussi veut chercher un livre, alors je lui offre qu'elle puisse accéder aux fiches. Elle s'approche et du coup, je ne sais pourquoi, elle recule de nouveau et s'assoit à une table encore plus éloignée.
En attendant, je lis sur la porte qui donne sur la salle des livres: Entrée interdite aux gens non-employés.
En revenant, l'employé a la mine qui exprime une déception , il est déjà 16 heures et la bibliothèque ferme donc. Un autre dialogue marocain : « -Si vous voulez, je peux vous montrer la maison d’Ibn Khaldoun, elle se trouve pas loin d’ici , dans la médine.
-Oui , volontiers !
-Alors je pouvez vous y amener et aussi vous montrer mon lycée qui est d’ailleurs le lycée Ibn Khaldoun.
-Bien ! Quand serait-il possible ?
-C’est comme vous préférez, demain, après demain, aujourd’hui.
- Maintenant ?
- Si ça ne vous dérange pas, je pourrais vous le montrer même maintenant.
- Vous pouvez quitter comme ça le travail.
- Oui oui, il est 16h, d’ailleurs il ne se trouve pas loin d’ici.
Nous quittons alors la bibliothèque et marchons sur la grande ruelle qui traverse toute la médine. Mon esprit reste concentré à reconnaître les endroits que l’on passe ; mais après quelques centaines de mètres je ne pourrais plus dire en quelle direction nous marchons , jusqu’à ce qu’apparaisse derrière un coin une place connu avec sa fameuse fontaine.
L’entrée de la maison d’Ibn Khaldoun se trouve entre une quincaillerie et un magasin fermé. Youssef, nous nous sommes introduits lors de la marche, commence à parler avec le propriétaire de la quincaillerie pour se rassuré qu’il s’agit de la maison d’Ibla mn Khaldoun, lors un garçon sort de l’entrée en portant des pâtisseries sur une tablette. Le garçon qui habite la maison entend notre discussion et nous invite à visiter l’intérieur. Il nous présente la maison, la chambre à coucher d’Ibn Khaldoun qui est séparée avec un rideau, la chambre d’études d’Ibn Khaldoun, son salon et la fontaine dans la cour. Une femme derrière le rideau nous salue et nous raconte qu’il y a toujours des Egyptiens, Libyens, Libanais, Syriens et Américains qui viennent chercher la maison. Je prends quelque photos et nous échangeons les coordonnés, puis nous sortons dans la pluie. Sur une longue promenade en quittant médine nous passons par le lycée qui se cache derrière des murs de ville et nous arrivons dans le café préféré de Youssef.
J’essaierai une autre fois de décrire comment se déroule une discussion au sujet de la religion. Il est presque impossible de ne pas aborder la religion, car tout le quotidien au Maroc se réfère à elle. J’ai eu beaucoup de discussions très enrichissantes et beaucoup qui m’angoissaient. Il faut que je digère ses impressions encore.
Vers 18h30 je dit que je doit partir (lui aussi il était en retard pour le dîner), et moi j’habite à l’autre bout de Fez. Sauté dans le premier taxi, nous parlons ainsi (en arabe) pendant toute la conduite
« -Salam Aleykum,
-Aleykum Assalam !
-Vers As-saada, stp.
-Tu es de Fez ?
-Oui, bien sur !
-Fez est une ville très belle !
-Mais les gens sont méchants !
-Pourquoi tu dis ça ?
-C’est les etrangers qui le disent !
-Moi je suis étranger et je dis que j’adore la générosité des Fessi
-Soyez le bienvenu !
-Vous habitez quel quartier ?
-Juste là bas, vous voyez ? Et avant j’habitais dans la médine, pendant 11 ans.
- Pourquoi as-tu déménagé ?
-Pas assez de place, tu vois ?
-T’as une famille ?
-(grand sourire sur son visage) Oui, deux enfants : une fille et un garçon. Ils étudient à la fac !
-Felicitations. Comment ils appellent ?
- Abdulhaq et Fatiha.
Etc…
- Moi je suis Suisse et j’habite à Jinif (mot arabe pour Genève).
- Jinif…. ? Ah… Genève !
- Tu étudies ici ?
- Oui, l’arabe, pour un mois. Comme tu vois, je comprends déjà un peu de l’arabe classique. Mais en dialectal, je ne comprends rien du tu (la arifu chai’an fil darija).
Suivent des comparaisons entre l’arabe classique et le dialectal.
Malheureusement nous arrivons déjà à As-saada. Je lui donne les 17 Dirhams pour la route et je le salue….